Hach ja, der Overland Track. Das war bis jetzt eines meiner Lieblingsabenteuer.
Durch die unglaubliche Grosszuegigkeit und Nettigkeit der Menschen in Melbourne ermoeglicht, bin ich Ende Februar losgewandert. Mit ein paar Leuten, die ich am Abend zuvor auf dem Camping Platz kennengelernt hatte, habe ich mich an den ersten und haertesten Tag heran gewagt. Die ersten beiden Tagen waren ziemlich kalt, regnerisch und stuermig. Bei dieser Wetterlage waren die meisten Aussichtspunkte zu vernebelt, um etwas zu sehen, aber die Natur um einen herum war trotzdem von unglaublicher Schoenheit.
Nass, kalt und erschoepft bin ich am ersten Tag in der Huette angekommen. Mit Suppe, Tee, vielen Lagen und Schlafsack habe ich mich langsam aufgewaermt waehrend ich meine Familie fuer die naechsten Tage kennengelernt habe. Das war naemlich einer der Aspekte, der diese Wanderung so toll gemacht hat - das Gefuehl von Gemeinschaft. Man hat alle Wetterlagen, aber steilen Haenge und alle rutschigen Abstiege zusammen durchgestanden. Alle Leute waren offen, gesellig und schlau.
Von Karten spielen zu Wombat Expeditionen und Diskussionen ueber Gott und die Welt, alles moegliche hat man gemacht, um die Zeit in der Huette schoen zu gestalten.
Die Landschaft war unglaublich. Vor allen an den drei letzten Tagen, als die Sonne erste Erscheinungen gemacht hat, war es einfach wunderschoen. Ich habe mich an den meisten Tagen entschlossen alleine zu wandern, weil ich es wunderbar meditativ fand durch diese friedliche, fast unberuehrte Natur zu laufen.
Ein paar Sidetrips waren zum Beispiel zu Fluessen, in den man schwimmen konnte, zu dem hoechsten Berg Tasmaniens ( hoert sich jetzt beeindruckend an, waren aber nur 1600-1700 Meter ;) ), und schoenen Wasserfaellen.
Das Wandern an sich war nicht unglaublich schwer, aber manchmal schon ein bisschen challenging, vor allem am letzten Tag, an dem ich eine Huette uebersprungen habe, um meinen Bus am naechsten Tag zu erwischen.
Was ich auch intensiv empfunden habe, war das Gefuehl von Freiheit, was dadurch kam, weil ich alles, was ich brauche auf meinem Ruecken getragen habe. Eine Woche Wildniss und ich hatte alles auf meinem Ruecken mit mir. Irgendwie befreiend.
Die vielen Tiere auf dem Track waren auch super - die wilden Wombats, die ich gesehen habe waren noch ein Highlight. Auf der anderen Seite ist mir mein Herz fast stehen geblieben, als ich fuer eine Sekunde nicht auf den Weg geachtet habe und direkt an einer riesigen, toedlichen Schlange vorbei gelatscht bin. Die hat sich von dem Toelpel zum Glueck nicht zu bedroht gefuehlt und hat sich nur weg geschlaengelt. Das war 15 Minuten vorm Ende. Das waers gewesen.
So hatte ich aber eine wunderschoene Zeit. Habe meinen Digital Detox genossen und auch die Absenz von Sachen wie Spiegeln, Fernsehern und Menschenmengen.
Der Overland Track hat meine Liebe zum Wandern entfacht und meinen Wunsch bestaerkt mir in Neuseeland einen Naturnahen Job zu suchen,
Donnerstag, 3. März 2016
Sonntag, 3. Januar 2016
Alles seit Vietnam ;)
Hey Leute,
ich melde mich mal wieder, um euch von meinem letzten Monat zu erzaehlen.
Von Hanoi in Vietnam bin ich nach Kuala Lumpur in Malaysia geflogen. Als ich aus dem Flughafen rausgefahren bin dachte ich, dass ich aus Versehen einen Flug nach Amerika oder Europa gebucht habe - diese Stadt ist so westlich, sauber und unchaotisch, also anders, als alle Staedte, die ich in Suedostasien bis jetzt erlebt hatte.
Was ich am extremsten fand, war die Shopping Kultur dort: Wenn man dort fuer fuenf Minuten herum schlendert laeuft man locker an drei verschiedenen Einkaufszentren vorbei! Und das ist nicht uebertrieben. Ich musste das dann direkt ausnutzen, da ein Waschsalon in Vietnam meine halbe Gaderobe verloren hatte. Ausser Shoppen ist in Kuala Lumpur nicht viel zu tun, aber ich hatte in meinem Hostel nette Leute kennengelernt, mit denen ich die Zeit verbracht habe und nach zwei Tagen in den Norden zu einer Insel gefahren bin. Wir haben dort alle zusammen zwei Tage verbracht. Eine Freundin, mit der ich auf Koh Lanta zusammen gearbeitet habe war auch gerade da - es war wie eine kleine Zeitreise sie zu sehen. Penang, die Insel, war echt schoen und ethnisch gemixt. Penang ist auch die Essenshauptstadt Malaysias, was wir natuerlich vollends ausgenutzt haben.
Und dann kam natuerlich der Meditationskurs... 10 Tage in den Bergen ohne Reden, Körperkontakt, lesen, schreiben, oder alles andere, was man im normalen Leben so macht. Nur 10 1/2 Stunden Meditation und 1 1/2 Meditationsanleitung. Für zehn Tage. Es war die härteste Challenge meines Lebens.. Ich habe auf jeden Fall viel mitnehmen können, aber Vipassana Meditation werde ich nicht in mein Leben einbauen.
Während des Kurses bin ich auch noch erkrankt. Es wurde ein Doktor in die Berge gerufen, der Dengue schonmal ausschliessen konnte, doch als es nach dem Kurs immer noch akut war, habe ich noch eine Ärztin aufgesucht. Sie hat mich schliesslich mit einer Niereninfektion diagnostiziert. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in Thailand, um spontan Johanna zu überraschen, und, weil ich einfach wieder einen geliebten Menschen um mich herum haben musste, nach 10 Tagen ohne menschliche Wärme. Meine fünf Tage in Thailand mit Johanna habe ich also vor allen Dingen im Bett verbracht, um meinen Körper eine Chance zu geben sich zu regenerieren.
Nach meinem Abschied von Johanna bin ich dann nach Singapur geflogen, wo ich den Tag verbracht habe, bevor ich in der Nacht nach Australien geflogen bin.
Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich schon in Australien bin. Ich hatte immer nur bis zu diesem Flug gedacht, weiter nicht.
Aber weiter geht's.
Hier in Perth habe ich bei Hayley gewohnt, meiner Freundin, die ich in Portugal kennengelernt habe ( eine kleine Welt ). Sie wohnt in einem super schönen Haus in einer netten Nachbarschaft. Da sie bis zu den Feiertagen arbeiten musste hatte ich viel Zeit mich aus zu ruhen, mir die Gegend anzuschauen und mich daran zu gewöhnen, wieder in einem so westlichen Land zu sein. Es ist echt krass, wie komisch es sich anfühlt wieder in geordnetem Verkehr zu fahren, auf sauberen, breiten Gehwegen zu laufen, und die Sprache verstehen zu können. Meinen Geburtstag und Weihnachten habe ich schön mit Hayley, ihren Freunden und ihrer Familie verbracht. Es war lustig das ganze mal in warm zu erleben ;) Nach Weihnachten haben wir viel erkunden. Haben road trips in den Süden zu Weinanbaugebieten und wunderschönen Stränden gemacht, waren in Koala Parks, an mehr Stränden, auf Inseln, usw. Es war eine echt tolle Zeit. Wir sind gut in das neue Jahr gestartet und geniessen jetzt Hayleys letzt Urlaubstage. In zwei Tagen geht es dann auch für mich weiter - an die Ostküste. Das ganze mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich habe mich echt an das Haus, die Gegend, und die Leute gewöhnt. Es fühlt sich schwer nach Zuhause an.
Aber weiter geht's. Es warten Ostküst- Abenteuer.
Bis bald, meine Lieben.
ich melde mich mal wieder, um euch von meinem letzten Monat zu erzaehlen.
Von Hanoi in Vietnam bin ich nach Kuala Lumpur in Malaysia geflogen. Als ich aus dem Flughafen rausgefahren bin dachte ich, dass ich aus Versehen einen Flug nach Amerika oder Europa gebucht habe - diese Stadt ist so westlich, sauber und unchaotisch, also anders, als alle Staedte, die ich in Suedostasien bis jetzt erlebt hatte.
Was ich am extremsten fand, war die Shopping Kultur dort: Wenn man dort fuer fuenf Minuten herum schlendert laeuft man locker an drei verschiedenen Einkaufszentren vorbei! Und das ist nicht uebertrieben. Ich musste das dann direkt ausnutzen, da ein Waschsalon in Vietnam meine halbe Gaderobe verloren hatte. Ausser Shoppen ist in Kuala Lumpur nicht viel zu tun, aber ich hatte in meinem Hostel nette Leute kennengelernt, mit denen ich die Zeit verbracht habe und nach zwei Tagen in den Norden zu einer Insel gefahren bin. Wir haben dort alle zusammen zwei Tage verbracht. Eine Freundin, mit der ich auf Koh Lanta zusammen gearbeitet habe war auch gerade da - es war wie eine kleine Zeitreise sie zu sehen. Penang, die Insel, war echt schoen und ethnisch gemixt. Penang ist auch die Essenshauptstadt Malaysias, was wir natuerlich vollends ausgenutzt haben.
Und dann kam natuerlich der Meditationskurs... 10 Tage in den Bergen ohne Reden, Körperkontakt, lesen, schreiben, oder alles andere, was man im normalen Leben so macht. Nur 10 1/2 Stunden Meditation und 1 1/2 Meditationsanleitung. Für zehn Tage. Es war die härteste Challenge meines Lebens.. Ich habe auf jeden Fall viel mitnehmen können, aber Vipassana Meditation werde ich nicht in mein Leben einbauen.
Während des Kurses bin ich auch noch erkrankt. Es wurde ein Doktor in die Berge gerufen, der Dengue schonmal ausschliessen konnte, doch als es nach dem Kurs immer noch akut war, habe ich noch eine Ärztin aufgesucht. Sie hat mich schliesslich mit einer Niereninfektion diagnostiziert. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in Thailand, um spontan Johanna zu überraschen, und, weil ich einfach wieder einen geliebten Menschen um mich herum haben musste, nach 10 Tagen ohne menschliche Wärme. Meine fünf Tage in Thailand mit Johanna habe ich also vor allen Dingen im Bett verbracht, um meinen Körper eine Chance zu geben sich zu regenerieren.
Nach meinem Abschied von Johanna bin ich dann nach Singapur geflogen, wo ich den Tag verbracht habe, bevor ich in der Nacht nach Australien geflogen bin.
Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich schon in Australien bin. Ich hatte immer nur bis zu diesem Flug gedacht, weiter nicht.
Aber weiter geht's.
Hier in Perth habe ich bei Hayley gewohnt, meiner Freundin, die ich in Portugal kennengelernt habe ( eine kleine Welt ). Sie wohnt in einem super schönen Haus in einer netten Nachbarschaft. Da sie bis zu den Feiertagen arbeiten musste hatte ich viel Zeit mich aus zu ruhen, mir die Gegend anzuschauen und mich daran zu gewöhnen, wieder in einem so westlichen Land zu sein. Es ist echt krass, wie komisch es sich anfühlt wieder in geordnetem Verkehr zu fahren, auf sauberen, breiten Gehwegen zu laufen, und die Sprache verstehen zu können. Meinen Geburtstag und Weihnachten habe ich schön mit Hayley, ihren Freunden und ihrer Familie verbracht. Es war lustig das ganze mal in warm zu erleben ;) Nach Weihnachten haben wir viel erkunden. Haben road trips in den Süden zu Weinanbaugebieten und wunderschönen Stränden gemacht, waren in Koala Parks, an mehr Stränden, auf Inseln, usw. Es war eine echt tolle Zeit. Wir sind gut in das neue Jahr gestartet und geniessen jetzt Hayleys letzt Urlaubstage. In zwei Tagen geht es dann auch für mich weiter - an die Ostküste. Das ganze mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich habe mich echt an das Haus, die Gegend, und die Leute gewöhnt. Es fühlt sich schwer nach Zuhause an.
Aber weiter geht's. Es warten Ostküst- Abenteuer.
Bis bald, meine Lieben.
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