Hach ja, der Overland Track. Das war bis jetzt eines meiner Lieblingsabenteuer.
Durch die unglaubliche Grosszuegigkeit und Nettigkeit der Menschen in Melbourne ermoeglicht, bin ich Ende Februar losgewandert. Mit ein paar Leuten, die ich am Abend zuvor auf dem Camping Platz kennengelernt hatte, habe ich mich an den ersten und haertesten Tag heran gewagt. Die ersten beiden Tagen waren ziemlich kalt, regnerisch und stuermig. Bei dieser Wetterlage waren die meisten Aussichtspunkte zu vernebelt, um etwas zu sehen, aber die Natur um einen herum war trotzdem von unglaublicher Schoenheit.
Nass, kalt und erschoepft bin ich am ersten Tag in der Huette angekommen. Mit Suppe, Tee, vielen Lagen und Schlafsack habe ich mich langsam aufgewaermt waehrend ich meine Familie fuer die naechsten Tage kennengelernt habe. Das war naemlich einer der Aspekte, der diese Wanderung so toll gemacht hat - das Gefuehl von Gemeinschaft. Man hat alle Wetterlagen, aber steilen Haenge und alle rutschigen Abstiege zusammen durchgestanden. Alle Leute waren offen, gesellig und schlau.
Von Karten spielen zu Wombat Expeditionen und Diskussionen ueber Gott und die Welt, alles moegliche hat man gemacht, um die Zeit in der Huette schoen zu gestalten.
Die Landschaft war unglaublich. Vor allen an den drei letzten Tagen, als die Sonne erste Erscheinungen gemacht hat, war es einfach wunderschoen. Ich habe mich an den meisten Tagen entschlossen alleine zu wandern, weil ich es wunderbar meditativ fand durch diese friedliche, fast unberuehrte Natur zu laufen.
Ein paar Sidetrips waren zum Beispiel zu Fluessen, in den man schwimmen konnte, zu dem hoechsten Berg Tasmaniens ( hoert sich jetzt beeindruckend an, waren aber nur 1600-1700 Meter ;) ), und schoenen Wasserfaellen.
Das Wandern an sich war nicht unglaublich schwer, aber manchmal schon ein bisschen challenging, vor allem am letzten Tag, an dem ich eine Huette uebersprungen habe, um meinen Bus am naechsten Tag zu erwischen.
Was ich auch intensiv empfunden habe, war das Gefuehl von Freiheit, was dadurch kam, weil ich alles, was ich brauche auf meinem Ruecken getragen habe. Eine Woche Wildniss und ich hatte alles auf meinem Ruecken mit mir. Irgendwie befreiend.
Die vielen Tiere auf dem Track waren auch super - die wilden Wombats, die ich gesehen habe waren noch ein Highlight. Auf der anderen Seite ist mir mein Herz fast stehen geblieben, als ich fuer eine Sekunde nicht auf den Weg geachtet habe und direkt an einer riesigen, toedlichen Schlange vorbei gelatscht bin. Die hat sich von dem Toelpel zum Glueck nicht zu bedroht gefuehlt und hat sich nur weg geschlaengelt. Das war 15 Minuten vorm Ende. Das waers gewesen.
So hatte ich aber eine wunderschoene Zeit. Habe meinen Digital Detox genossen und auch die Absenz von Sachen wie Spiegeln, Fernsehern und Menschenmengen.
Der Overland Track hat meine Liebe zum Wandern entfacht und meinen Wunsch bestaerkt mir in Neuseeland einen Naturnahen Job zu suchen,
My young and thirsty heart
Donnerstag, 3. März 2016
Sonntag, 3. Januar 2016
Alles seit Vietnam ;)
Hey Leute,
ich melde mich mal wieder, um euch von meinem letzten Monat zu erzaehlen.
Von Hanoi in Vietnam bin ich nach Kuala Lumpur in Malaysia geflogen. Als ich aus dem Flughafen rausgefahren bin dachte ich, dass ich aus Versehen einen Flug nach Amerika oder Europa gebucht habe - diese Stadt ist so westlich, sauber und unchaotisch, also anders, als alle Staedte, die ich in Suedostasien bis jetzt erlebt hatte.
Was ich am extremsten fand, war die Shopping Kultur dort: Wenn man dort fuer fuenf Minuten herum schlendert laeuft man locker an drei verschiedenen Einkaufszentren vorbei! Und das ist nicht uebertrieben. Ich musste das dann direkt ausnutzen, da ein Waschsalon in Vietnam meine halbe Gaderobe verloren hatte. Ausser Shoppen ist in Kuala Lumpur nicht viel zu tun, aber ich hatte in meinem Hostel nette Leute kennengelernt, mit denen ich die Zeit verbracht habe und nach zwei Tagen in den Norden zu einer Insel gefahren bin. Wir haben dort alle zusammen zwei Tage verbracht. Eine Freundin, mit der ich auf Koh Lanta zusammen gearbeitet habe war auch gerade da - es war wie eine kleine Zeitreise sie zu sehen. Penang, die Insel, war echt schoen und ethnisch gemixt. Penang ist auch die Essenshauptstadt Malaysias, was wir natuerlich vollends ausgenutzt haben.
Und dann kam natuerlich der Meditationskurs... 10 Tage in den Bergen ohne Reden, Körperkontakt, lesen, schreiben, oder alles andere, was man im normalen Leben so macht. Nur 10 1/2 Stunden Meditation und 1 1/2 Meditationsanleitung. Für zehn Tage. Es war die härteste Challenge meines Lebens.. Ich habe auf jeden Fall viel mitnehmen können, aber Vipassana Meditation werde ich nicht in mein Leben einbauen.
Während des Kurses bin ich auch noch erkrankt. Es wurde ein Doktor in die Berge gerufen, der Dengue schonmal ausschliessen konnte, doch als es nach dem Kurs immer noch akut war, habe ich noch eine Ärztin aufgesucht. Sie hat mich schliesslich mit einer Niereninfektion diagnostiziert. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in Thailand, um spontan Johanna zu überraschen, und, weil ich einfach wieder einen geliebten Menschen um mich herum haben musste, nach 10 Tagen ohne menschliche Wärme. Meine fünf Tage in Thailand mit Johanna habe ich also vor allen Dingen im Bett verbracht, um meinen Körper eine Chance zu geben sich zu regenerieren.
Nach meinem Abschied von Johanna bin ich dann nach Singapur geflogen, wo ich den Tag verbracht habe, bevor ich in der Nacht nach Australien geflogen bin.
Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich schon in Australien bin. Ich hatte immer nur bis zu diesem Flug gedacht, weiter nicht.
Aber weiter geht's.
Hier in Perth habe ich bei Hayley gewohnt, meiner Freundin, die ich in Portugal kennengelernt habe ( eine kleine Welt ). Sie wohnt in einem super schönen Haus in einer netten Nachbarschaft. Da sie bis zu den Feiertagen arbeiten musste hatte ich viel Zeit mich aus zu ruhen, mir die Gegend anzuschauen und mich daran zu gewöhnen, wieder in einem so westlichen Land zu sein. Es ist echt krass, wie komisch es sich anfühlt wieder in geordnetem Verkehr zu fahren, auf sauberen, breiten Gehwegen zu laufen, und die Sprache verstehen zu können. Meinen Geburtstag und Weihnachten habe ich schön mit Hayley, ihren Freunden und ihrer Familie verbracht. Es war lustig das ganze mal in warm zu erleben ;) Nach Weihnachten haben wir viel erkunden. Haben road trips in den Süden zu Weinanbaugebieten und wunderschönen Stränden gemacht, waren in Koala Parks, an mehr Stränden, auf Inseln, usw. Es war eine echt tolle Zeit. Wir sind gut in das neue Jahr gestartet und geniessen jetzt Hayleys letzt Urlaubstage. In zwei Tagen geht es dann auch für mich weiter - an die Ostküste. Das ganze mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich habe mich echt an das Haus, die Gegend, und die Leute gewöhnt. Es fühlt sich schwer nach Zuhause an.
Aber weiter geht's. Es warten Ostküst- Abenteuer.
Bis bald, meine Lieben.
ich melde mich mal wieder, um euch von meinem letzten Monat zu erzaehlen.
Von Hanoi in Vietnam bin ich nach Kuala Lumpur in Malaysia geflogen. Als ich aus dem Flughafen rausgefahren bin dachte ich, dass ich aus Versehen einen Flug nach Amerika oder Europa gebucht habe - diese Stadt ist so westlich, sauber und unchaotisch, also anders, als alle Staedte, die ich in Suedostasien bis jetzt erlebt hatte.
Was ich am extremsten fand, war die Shopping Kultur dort: Wenn man dort fuer fuenf Minuten herum schlendert laeuft man locker an drei verschiedenen Einkaufszentren vorbei! Und das ist nicht uebertrieben. Ich musste das dann direkt ausnutzen, da ein Waschsalon in Vietnam meine halbe Gaderobe verloren hatte. Ausser Shoppen ist in Kuala Lumpur nicht viel zu tun, aber ich hatte in meinem Hostel nette Leute kennengelernt, mit denen ich die Zeit verbracht habe und nach zwei Tagen in den Norden zu einer Insel gefahren bin. Wir haben dort alle zusammen zwei Tage verbracht. Eine Freundin, mit der ich auf Koh Lanta zusammen gearbeitet habe war auch gerade da - es war wie eine kleine Zeitreise sie zu sehen. Penang, die Insel, war echt schoen und ethnisch gemixt. Penang ist auch die Essenshauptstadt Malaysias, was wir natuerlich vollends ausgenutzt haben.
Und dann kam natuerlich der Meditationskurs... 10 Tage in den Bergen ohne Reden, Körperkontakt, lesen, schreiben, oder alles andere, was man im normalen Leben so macht. Nur 10 1/2 Stunden Meditation und 1 1/2 Meditationsanleitung. Für zehn Tage. Es war die härteste Challenge meines Lebens.. Ich habe auf jeden Fall viel mitnehmen können, aber Vipassana Meditation werde ich nicht in mein Leben einbauen.
Während des Kurses bin ich auch noch erkrankt. Es wurde ein Doktor in die Berge gerufen, der Dengue schonmal ausschliessen konnte, doch als es nach dem Kurs immer noch akut war, habe ich noch eine Ärztin aufgesucht. Sie hat mich schliesslich mit einer Niereninfektion diagnostiziert. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in Thailand, um spontan Johanna zu überraschen, und, weil ich einfach wieder einen geliebten Menschen um mich herum haben musste, nach 10 Tagen ohne menschliche Wärme. Meine fünf Tage in Thailand mit Johanna habe ich also vor allen Dingen im Bett verbracht, um meinen Körper eine Chance zu geben sich zu regenerieren.
Nach meinem Abschied von Johanna bin ich dann nach Singapur geflogen, wo ich den Tag verbracht habe, bevor ich in der Nacht nach Australien geflogen bin.
Ich kann immer noch nicht fassen, dass ich schon in Australien bin. Ich hatte immer nur bis zu diesem Flug gedacht, weiter nicht.
Aber weiter geht's.
Hier in Perth habe ich bei Hayley gewohnt, meiner Freundin, die ich in Portugal kennengelernt habe ( eine kleine Welt ). Sie wohnt in einem super schönen Haus in einer netten Nachbarschaft. Da sie bis zu den Feiertagen arbeiten musste hatte ich viel Zeit mich aus zu ruhen, mir die Gegend anzuschauen und mich daran zu gewöhnen, wieder in einem so westlichen Land zu sein. Es ist echt krass, wie komisch es sich anfühlt wieder in geordnetem Verkehr zu fahren, auf sauberen, breiten Gehwegen zu laufen, und die Sprache verstehen zu können. Meinen Geburtstag und Weihnachten habe ich schön mit Hayley, ihren Freunden und ihrer Familie verbracht. Es war lustig das ganze mal in warm zu erleben ;) Nach Weihnachten haben wir viel erkunden. Haben road trips in den Süden zu Weinanbaugebieten und wunderschönen Stränden gemacht, waren in Koala Parks, an mehr Stränden, auf Inseln, usw. Es war eine echt tolle Zeit. Wir sind gut in das neue Jahr gestartet und geniessen jetzt Hayleys letzt Urlaubstage. In zwei Tagen geht es dann auch für mich weiter - an die Ostküste. Das ganze mit einem lächelnden und einem weinenden Auge. Ich habe mich echt an das Haus, die Gegend, und die Leute gewöhnt. Es fühlt sich schwer nach Zuhause an.
Aber weiter geht's. Es warten Ostküst- Abenteuer.
Bis bald, meine Lieben.
Freitag, 20. November 2015
Vietnam
Etwas verspätet kommt jetzt mein Eintrag über meine Zeit in Vietnam:
Nach rund 30 Stunden in Flughäfen und Flugzeugen habe ich es endlich nach Da Nang in Vietnam geschafft und bin direkt in das Fischerdorf Hoi An gefahen,um mich dort vom Myanmar Stress zu erholen. Und genau das habe ich die nächsten fünf Tage getan. Im besten Hostel, in dem ich bis jetzt war - süße Bambushütten zwei Minuten vom Strand mit leckerem Essen und tollen Leuten. Die Sonnentage wurden komplett am Strand verbracht. Mit einem Buch auf einer Sonnenliege zu entspannen und das Essen dorthin gebracht bekommen muss dem Paradies schon sehr nahe kommen.
An einem weniger sonnigen Tag habe ich die süße Innenstadt und die Postkarten tauglichen Reisfelder in der Gegend mit dem Fahrrad erkundet. Die Aussichten waren genau das, was ich mir unter "Vietnam" immer vorgestellt habe.
Mit den Leuten aus dem Hostel war jeder Abend einzigartig und lustig. Es war eine tolle Zeit dort.
Wehmütig habe ich mich dann nach fünf Tagen losgerissen und habe es nach 26 auf die Cat Ba Insel im Norden Vietnams geschafft. Eine 14 stündige Busfahrt, zwei Stunden warten, vier Stunden Bus, eine Stunde warten, fünf Stunden Boot. Die Bootsfahrt hätte auch nur eine halbe Stunde dauern können, doch ich habe vor Ort erfahren, dass es keine Fähre zu der Insel gibt, weswegen ich mich auf ein Tourboot einkaufen musste und dort fünf Stunden auf dem Sonnendeck gechillt habe, während die Leute Sachen besichtigt haben - es geht schlimmer ;)
Cat Ba ist eine wunderschöne Insel im berühmten Halong Bay. Strände findet man dort neben Bergen. Auch hier wurde meine Zeit mal wieder von tollen Leuten einzigartig gemacht. Der Besitzer meines Hostels war zum Beispiel super lustig und hat mich, auf meine Frage hin, wo ich den Kopfhörer kaufen könnte, fast eine Stunde auf seinem Motorrad um die Insel gefahren - super lustig. Am tollsten war es jedoch, als mich die freiwilligen Kellner meines Lieblingsrestaurant gefragt haben, ob ich gerne etwas an ihrem letzten Tag auf der Insel mit ihnen unternehmen würde. Also sind die beiden ( Italiener ), der Besitzer des Restaurants ( Vietnamese ), mehrere Gäste des Restaurants ( Franzosen, Spanier und Deutsche ) und ich uns aufgemacht, haben uns ein Boot ausgeliehen und uns auf den Weg gemacht zu einer mini Insel, auf der der Besitzer jahrelang als Mönch gelebt hat. Dort habe ich den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen. An dem Abend hat der Besitzer uns auch noch zu einem traditionellen vietnamesichen Essen eingeladen ( große Schlüsseln mit allem möglichen an Essen sind auf dem Tisch, man hat ein kleines Schüsselchen mit Reis in der Hand und schaufelt dort immer kleine Portionen von dem Essen mit seinen Stäbchen rein )' inspirierende Leute.
Nach entspannenden und spannenden drei Tagen dort, ging es weiter. Über Nacht in die Bergstadt Sapa. Dort habe ich sofort eine der Frauen, die homestays in den umliegenden Dörfern anbietet, aufgesucht. Diese Dorfvölker haben ihre eigene Sprache, Kultur und Sitten. Ich bin mit drei anderen Reisenden und ihr zu ihrem Dorf gewandert - durch wunderschöne Natur. Nach sechs Stunden waren wir angekommen. Ich bin zwei Tage in dem Dorf geblieben. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie die Menschen dort leben, die sozialen Strukturen zu erfassen, und die Natur zu erkunden. Das Komfort Level war niedrig - drei schwitzige Tage ohne Dusche - aber die Leute waren unglaublich nett und diese Erfahrung erweckt sehr viel Demut und öffnet die Augen für andere Lebensformen. Sehr interessant.
Zurück in Sapa habe ich mich direkt in einen Bus nach Hanoi gesetzt und bin in den Tumult dieser Hauptstadt eingetaucht. Zwei Tage durch verrücktesten Verkehr laufen, sich in Cafes und Buchladen verdrücken und vergnügt alle Touriprogramme über Bord werfen und sich einfach mal ins Kino setzen. Es hat Spaß gemacht.
Vietnam ist ein wunderschönes Land. Allerdings hat such meine Zeit dort sehr viel mehr nach Urkaub aks nach Reisen angefühlt. Nach den intensiven Tagen in Myanmar war ich von den durch Touris platt getretenen Pfaden überrascht und konnte mich nicht auf die gleiche Weise in die Kultur des Landes hinein schmeißen. Nichts desto trotz hatte ich eine super erlebnisreiche und wertvolle Zeit in Vietnam.
Es ist kein tschüß, sondern ein auf Wiedersehen, denn zwei Wochen sind für das Land definitiv nicht genug.
Nach rund 30 Stunden in Flughäfen und Flugzeugen habe ich es endlich nach Da Nang in Vietnam geschafft und bin direkt in das Fischerdorf Hoi An gefahen,um mich dort vom Myanmar Stress zu erholen. Und genau das habe ich die nächsten fünf Tage getan. Im besten Hostel, in dem ich bis jetzt war - süße Bambushütten zwei Minuten vom Strand mit leckerem Essen und tollen Leuten. Die Sonnentage wurden komplett am Strand verbracht. Mit einem Buch auf einer Sonnenliege zu entspannen und das Essen dorthin gebracht bekommen muss dem Paradies schon sehr nahe kommen.
An einem weniger sonnigen Tag habe ich die süße Innenstadt und die Postkarten tauglichen Reisfelder in der Gegend mit dem Fahrrad erkundet. Die Aussichten waren genau das, was ich mir unter "Vietnam" immer vorgestellt habe.
Mit den Leuten aus dem Hostel war jeder Abend einzigartig und lustig. Es war eine tolle Zeit dort.
Wehmütig habe ich mich dann nach fünf Tagen losgerissen und habe es nach 26 auf die Cat Ba Insel im Norden Vietnams geschafft. Eine 14 stündige Busfahrt, zwei Stunden warten, vier Stunden Bus, eine Stunde warten, fünf Stunden Boot. Die Bootsfahrt hätte auch nur eine halbe Stunde dauern können, doch ich habe vor Ort erfahren, dass es keine Fähre zu der Insel gibt, weswegen ich mich auf ein Tourboot einkaufen musste und dort fünf Stunden auf dem Sonnendeck gechillt habe, während die Leute Sachen besichtigt haben - es geht schlimmer ;)
Cat Ba ist eine wunderschöne Insel im berühmten Halong Bay. Strände findet man dort neben Bergen. Auch hier wurde meine Zeit mal wieder von tollen Leuten einzigartig gemacht. Der Besitzer meines Hostels war zum Beispiel super lustig und hat mich, auf meine Frage hin, wo ich den Kopfhörer kaufen könnte, fast eine Stunde auf seinem Motorrad um die Insel gefahren - super lustig. Am tollsten war es jedoch, als mich die freiwilligen Kellner meines Lieblingsrestaurant gefragt haben, ob ich gerne etwas an ihrem letzten Tag auf der Insel mit ihnen unternehmen würde. Also sind die beiden ( Italiener ), der Besitzer des Restaurants ( Vietnamese ), mehrere Gäste des Restaurants ( Franzosen, Spanier und Deutsche ) und ich uns aufgemacht, haben uns ein Boot ausgeliehen und uns auf den Weg gemacht zu einer mini Insel, auf der der Besitzer jahrelang als Mönch gelebt hat. Dort habe ich den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen. An dem Abend hat der Besitzer uns auch noch zu einem traditionellen vietnamesichen Essen eingeladen ( große Schlüsseln mit allem möglichen an Essen sind auf dem Tisch, man hat ein kleines Schüsselchen mit Reis in der Hand und schaufelt dort immer kleine Portionen von dem Essen mit seinen Stäbchen rein )' inspirierende Leute.
Nach entspannenden und spannenden drei Tagen dort, ging es weiter. Über Nacht in die Bergstadt Sapa. Dort habe ich sofort eine der Frauen, die homestays in den umliegenden Dörfern anbietet, aufgesucht. Diese Dorfvölker haben ihre eigene Sprache, Kultur und Sitten. Ich bin mit drei anderen Reisenden und ihr zu ihrem Dorf gewandert - durch wunderschöne Natur. Nach sechs Stunden waren wir angekommen. Ich bin zwei Tage in dem Dorf geblieben. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie die Menschen dort leben, die sozialen Strukturen zu erfassen, und die Natur zu erkunden. Das Komfort Level war niedrig - drei schwitzige Tage ohne Dusche - aber die Leute waren unglaublich nett und diese Erfahrung erweckt sehr viel Demut und öffnet die Augen für andere Lebensformen. Sehr interessant.
Zurück in Sapa habe ich mich direkt in einen Bus nach Hanoi gesetzt und bin in den Tumult dieser Hauptstadt eingetaucht. Zwei Tage durch verrücktesten Verkehr laufen, sich in Cafes und Buchladen verdrücken und vergnügt alle Touriprogramme über Bord werfen und sich einfach mal ins Kino setzen. Es hat Spaß gemacht.
Vietnam ist ein wunderschönes Land. Allerdings hat such meine Zeit dort sehr viel mehr nach Urkaub aks nach Reisen angefühlt. Nach den intensiven Tagen in Myanmar war ich von den durch Touris platt getretenen Pfaden überrascht und konnte mich nicht auf die gleiche Weise in die Kultur des Landes hinein schmeißen. Nichts desto trotz hatte ich eine super erlebnisreiche und wertvolle Zeit in Vietnam.
Es ist kein tschüß, sondern ein auf Wiedersehen, denn zwei Wochen sind für das Land definitiv nicht genug.
Dienstag, 3. November 2015
Myanmar
Es ist 2:20 Uhr, ich sitze im Flughafen von Yangon und vertreibe mir die Zeit bis mein Flug nach Vietnam geht - um 15 Uhr. Meine Zeit in Myanmar ist schon vorbei.
Diese 10 Tage haben an Intensität die ganzen zwei Monate in Thailand bei weitem überstiegen, schon mal als spoiler.
Am Tag unserer Ankunft sind wir vom Flughafen aus direkt zu unserem Hostel gefahren und haben aus dem Taxi heraus die ersten Eindrücke bekommen. Gepflegte Parks neben herunter gekommenen Häusern, schmutzige Fassaden und viel Verkehr. Nach kurzem Stop im Hostel sind wir dann direkt auf Entdeckungstour und Essenssuche aufgebrochen. Und wurden überwältigt. Alle Sinne wurden auf einmal bestürmt - unbekannte Gerüche, der laute Verkehr, der unglaubliche Anblick der prachtvoll kaputten Häusern. Wie berauscht sind wir herumgestolpert und haben uns am ersten Straßenstand mit vegetarischem Essen hinhesetzt. Nach ein paar Minuten haben sich zwei Kinder ohne Wort an unseren Tisch gesetzt und schweigend ihre Hausaufgaben gemacht - ein süßer Willkommensgruß von Myanmar.
Nach dem ersten Mahl ( übrigens köstlich ), sind wir dann weiter durch die Stadt gezogen und haben erste Einblicke in die religiöse Vielfalt dieses Landes und vor allem dieser Stadt bekommen - an Kirchen, buddhistischen, sowie hinduistischen Tempeln, als auch Moscheen sind wir vorbei gelaufen. Friedliche Koexistenz wurde uns hier vorgelebt.
Die Tempel waren von überwältigender Schönheit.
Am nächsten Tag wurden wir mit den ersten Problemen konfrontiert, die mit dem Reisen in.einem Land, das sich gerade erst für den Tourismus geöffnet hat, einhergehen. Von Thailand und seiner Infrastruktur verwöhnt hatten wir nicht daran gedacht, dass man irgendwann mal gesagt bekommen würde, dass die Busse zu seinem Ziel schlicht und einfsch ausgebucht sind. Und zwar für die nächsten vier Tage. Wir sind Marathons durch die Stadt gelaufen, um uns ein Busticket zu organisieren - letztendlich mussten wir etwas umplanen und die Reihenfolge unserer Reiseroute ändern. Erste Lektion.
An diesem Tag sind wir durch die Innenstadt über chaotische und laute Märkte gelaufen mit Massen an Menschen, Tieren und allem, was sich verkaufen lässt. Erschöpft von dem Trubel haben wir uns am Hafen in ein Tee"haus" niedergelassen - ein Bierzelt mit Plastiktischen und Stühlen. Direkt wurden wir umringt von Einheimischen, die mit uns Gespräche über ihre Sitten und Kultur angefangen haben und total interessiert waren. Die Leute in Myanmar sind unglaublich offen, freundlich und extrovertiert. Ins Gespräch zu kommen ist sehr einfach, zum Teil gar nicht zu vermeiden.
Am nächsten Tag haben wir uns noch den größten Markt Yangons angeschaut, bevor wir dann zu der chaotischsten Bushaltestelle gefahren sind, die ich in meinem Leben je gesehen habe ( es ist eigentlich eine eigene kleine Stadt mit einem Bus vor jeder Hütte ), wo wir uns in einen Nachtbus zum Inle See gesetzt haben.
Als wir da um 6 Uhr Morgens verschlafen aus dem Bus gestolpert sind, sind wir zum Glück zwei sehr freundlichen Tuk Tuk Fahrern in die Arme gelaufen, die uns von ausgebuchten Hotel zu ausgebuchten Hotel gefahren haben, bis wir etwas gefunden haben. Wir mussten uns noch etwas an die Notwendigkeit des vorbuchens gewöhnen. Unser Busticket für den nächsten Tag haben wir direkt besorgt - etwas gelernt hatten wir also schon. Daraufhin sind wir mit Fahrrädern durch die idyllische Landschaft gefahren und haben Abends einen tollen Kochkurs mitgemacht. Beim Essen hat unser Kochlehrer uns dann nebenbei informiert, dass heute ein Feiertag wäre und gleich ein Umzug vorbeikommen würde, mit dem wir mitziehen könnten. Gesagt, getan. Der Laternenumzug kam und wir folgten. Erst fühlten wir uns wie Außenseiter, doch nach gefühlten fünf Sekunden hatten uns die Leute schon Laternen in die Hand gedrückt, uns Böller gegeben, und wir waren Teil des ganzen. Wir haben mit Mönchen zu Trommelmusik getanzt, leuchtende Ballons steigen lassen und Nachts mit Einheimischen Tee getrunken. Es war magisch.
Am nächsten Tag sind wir dann in einem klassischen Longtail Boot über den schönen See getuckert, bevor wir den nächsten Nachtbus nach Bagan genommen haben.
Etwas, was ich in Myanmar definitiv auch gelernt habe ist, was für eine Art von Reisen für mich gut ist und wie viel ich meinem Körper antun kann, bevor er zurück schlägt. Nachdem wir eine Weile in einer Stadt höchstens zwei Nächte, meistens aber nur eine verbracht haben, und faste jede zweite Nacht im Bus, hat mein Körper gestreikt. Der Schlafdefizit und die Reizüberflutung hat mich dann einen Tag ans Bett gebunden und mich einen zweiten Tag noch sehr ruhebedürftif hinterlassen. Johanna ging es ähnlich. Ich bereue nicht, dass wir es in Myanmar so gemacht haben, da wir nur so wenig Zeit hatten, allerdings habe ich dadurch echt gelernt, was für mich geht und, wo mein Körper eine Grenze zieht.
Bagan war wunder, wunderschön. Das UNESCO Welterbe ist eine Tempelstadt mit noch 2000-4000 mehr oder weniger erhaltenen Tempeln. Man muss es einfach mal gesehen haben. Auch dort wurden wir von den Bewohnern wieder in unglaubliches involviert. Wir saßen an einen Tempel, um den Sonnenuntergang zu beobachten, als ein Mädchen plötzlich auf uns zu kam und fragte, ob wir gerne helfen würden, den Tempel mit Kerzenlicht zu schmücken, für einen Feiertag. Ach, was das Leben einen nicht alles schenkt an Erlebnissen!
Nach zwei Nächten in Bagan haben wir wieder eine im Bus verbracht auf dem Weg nach Bago. Das erste mal konnte ich in einem Bus richtig schlafen. Wir haben tatsächlich so gut geschlafen, dass wir in Yangon statt in Bago aufgewacht sind. Wir haben also einen anderen Bus genommen, um die zwei Stunden zurück zu fahren. In Bago sind wir mit Fahrrädern herum gefahren. Schnell wurde uns der Stress der Stadt zu viel und wir haben mit google maps versucht einen See in der Nähe zu finden. Google maps führte uns direkt zu einer kleinen Bambushütte irgendwo im nirgendwo. Die Tochter der Familie hat sich direkt auf den Weg gemacht und uns zum See geführt - sie ist mit uns 30 Minuten durch die Sonne gelaufen, ohne irgendetwas zu fordern.
Nach diesem entspannenden Tag sind wir heute zurück nach Yangon und zum Flughafen, wo es für mich uns Johanna nach fast einen Monat gemeinsamen Reisens Abschied hieß.
Myanmar war stressig, antrengend und überwältigend. Es war definitiv außerhalb unserer Komfortzone.
Und es war definitiv eine der schönsten, lehrreichsten und inspirierendsten Wochen meines Lebens.
Jetzt bin ich erschöpft und freue mich auf mein Strandhüttenhostel in Vietnam.
Bis bald!
Diese 10 Tage haben an Intensität die ganzen zwei Monate in Thailand bei weitem überstiegen, schon mal als spoiler.
Am Tag unserer Ankunft sind wir vom Flughafen aus direkt zu unserem Hostel gefahren und haben aus dem Taxi heraus die ersten Eindrücke bekommen. Gepflegte Parks neben herunter gekommenen Häusern, schmutzige Fassaden und viel Verkehr. Nach kurzem Stop im Hostel sind wir dann direkt auf Entdeckungstour und Essenssuche aufgebrochen. Und wurden überwältigt. Alle Sinne wurden auf einmal bestürmt - unbekannte Gerüche, der laute Verkehr, der unglaubliche Anblick der prachtvoll kaputten Häusern. Wie berauscht sind wir herumgestolpert und haben uns am ersten Straßenstand mit vegetarischem Essen hinhesetzt. Nach ein paar Minuten haben sich zwei Kinder ohne Wort an unseren Tisch gesetzt und schweigend ihre Hausaufgaben gemacht - ein süßer Willkommensgruß von Myanmar.
Nach dem ersten Mahl ( übrigens köstlich ), sind wir dann weiter durch die Stadt gezogen und haben erste Einblicke in die religiöse Vielfalt dieses Landes und vor allem dieser Stadt bekommen - an Kirchen, buddhistischen, sowie hinduistischen Tempeln, als auch Moscheen sind wir vorbei gelaufen. Friedliche Koexistenz wurde uns hier vorgelebt.
Die Tempel waren von überwältigender Schönheit.
Am nächsten Tag wurden wir mit den ersten Problemen konfrontiert, die mit dem Reisen in.einem Land, das sich gerade erst für den Tourismus geöffnet hat, einhergehen. Von Thailand und seiner Infrastruktur verwöhnt hatten wir nicht daran gedacht, dass man irgendwann mal gesagt bekommen würde, dass die Busse zu seinem Ziel schlicht und einfsch ausgebucht sind. Und zwar für die nächsten vier Tage. Wir sind Marathons durch die Stadt gelaufen, um uns ein Busticket zu organisieren - letztendlich mussten wir etwas umplanen und die Reihenfolge unserer Reiseroute ändern. Erste Lektion.
An diesem Tag sind wir durch die Innenstadt über chaotische und laute Märkte gelaufen mit Massen an Menschen, Tieren und allem, was sich verkaufen lässt. Erschöpft von dem Trubel haben wir uns am Hafen in ein Tee"haus" niedergelassen - ein Bierzelt mit Plastiktischen und Stühlen. Direkt wurden wir umringt von Einheimischen, die mit uns Gespräche über ihre Sitten und Kultur angefangen haben und total interessiert waren. Die Leute in Myanmar sind unglaublich offen, freundlich und extrovertiert. Ins Gespräch zu kommen ist sehr einfach, zum Teil gar nicht zu vermeiden.
Am nächsten Tag haben wir uns noch den größten Markt Yangons angeschaut, bevor wir dann zu der chaotischsten Bushaltestelle gefahren sind, die ich in meinem Leben je gesehen habe ( es ist eigentlich eine eigene kleine Stadt mit einem Bus vor jeder Hütte ), wo wir uns in einen Nachtbus zum Inle See gesetzt haben.
Als wir da um 6 Uhr Morgens verschlafen aus dem Bus gestolpert sind, sind wir zum Glück zwei sehr freundlichen Tuk Tuk Fahrern in die Arme gelaufen, die uns von ausgebuchten Hotel zu ausgebuchten Hotel gefahren haben, bis wir etwas gefunden haben. Wir mussten uns noch etwas an die Notwendigkeit des vorbuchens gewöhnen. Unser Busticket für den nächsten Tag haben wir direkt besorgt - etwas gelernt hatten wir also schon. Daraufhin sind wir mit Fahrrädern durch die idyllische Landschaft gefahren und haben Abends einen tollen Kochkurs mitgemacht. Beim Essen hat unser Kochlehrer uns dann nebenbei informiert, dass heute ein Feiertag wäre und gleich ein Umzug vorbeikommen würde, mit dem wir mitziehen könnten. Gesagt, getan. Der Laternenumzug kam und wir folgten. Erst fühlten wir uns wie Außenseiter, doch nach gefühlten fünf Sekunden hatten uns die Leute schon Laternen in die Hand gedrückt, uns Böller gegeben, und wir waren Teil des ganzen. Wir haben mit Mönchen zu Trommelmusik getanzt, leuchtende Ballons steigen lassen und Nachts mit Einheimischen Tee getrunken. Es war magisch.
Am nächsten Tag sind wir dann in einem klassischen Longtail Boot über den schönen See getuckert, bevor wir den nächsten Nachtbus nach Bagan genommen haben.
Etwas, was ich in Myanmar definitiv auch gelernt habe ist, was für eine Art von Reisen für mich gut ist und wie viel ich meinem Körper antun kann, bevor er zurück schlägt. Nachdem wir eine Weile in einer Stadt höchstens zwei Nächte, meistens aber nur eine verbracht haben, und faste jede zweite Nacht im Bus, hat mein Körper gestreikt. Der Schlafdefizit und die Reizüberflutung hat mich dann einen Tag ans Bett gebunden und mich einen zweiten Tag noch sehr ruhebedürftif hinterlassen. Johanna ging es ähnlich. Ich bereue nicht, dass wir es in Myanmar so gemacht haben, da wir nur so wenig Zeit hatten, allerdings habe ich dadurch echt gelernt, was für mich geht und, wo mein Körper eine Grenze zieht.
Bagan war wunder, wunderschön. Das UNESCO Welterbe ist eine Tempelstadt mit noch 2000-4000 mehr oder weniger erhaltenen Tempeln. Man muss es einfach mal gesehen haben. Auch dort wurden wir von den Bewohnern wieder in unglaubliches involviert. Wir saßen an einen Tempel, um den Sonnenuntergang zu beobachten, als ein Mädchen plötzlich auf uns zu kam und fragte, ob wir gerne helfen würden, den Tempel mit Kerzenlicht zu schmücken, für einen Feiertag. Ach, was das Leben einen nicht alles schenkt an Erlebnissen!
Nach zwei Nächten in Bagan haben wir wieder eine im Bus verbracht auf dem Weg nach Bago. Das erste mal konnte ich in einem Bus richtig schlafen. Wir haben tatsächlich so gut geschlafen, dass wir in Yangon statt in Bago aufgewacht sind. Wir haben also einen anderen Bus genommen, um die zwei Stunden zurück zu fahren. In Bago sind wir mit Fahrrädern herum gefahren. Schnell wurde uns der Stress der Stadt zu viel und wir haben mit google maps versucht einen See in der Nähe zu finden. Google maps führte uns direkt zu einer kleinen Bambushütte irgendwo im nirgendwo. Die Tochter der Familie hat sich direkt auf den Weg gemacht und uns zum See geführt - sie ist mit uns 30 Minuten durch die Sonne gelaufen, ohne irgendetwas zu fordern.
Nach diesem entspannenden Tag sind wir heute zurück nach Yangon und zum Flughafen, wo es für mich uns Johanna nach fast einen Monat gemeinsamen Reisens Abschied hieß.
Myanmar war stressig, antrengend und überwältigend. Es war definitiv außerhalb unserer Komfortzone.
Und es war definitiv eine der schönsten, lehrreichsten und inspirierendsten Wochen meines Lebens.
Jetzt bin ich erschöpft und freue mich auf mein Strandhüttenhostel in Vietnam.
Bis bald!
Samstag, 24. Oktober 2015
Goodbye Thailand
Ich sitze hier gerade im Don Mueang Airport in Bangkok und kann gar nicht begreifen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Meine erste große Reiseetappe, Thailand, ist jetzt vorbei.
Die letzten elf Tage habe ich mit Johanna im Norden verbracht. Wie sind von Chiang Mai auf ins Hippie Dorf Pai gefahren, wo wir uns Wasserfälle, Canyons und heiße Quellen angeschaut haben, barfuß im Jungle gewandert sind und vor allen Dingen aber viel entspannt haben. Pai ist wie eine kleine, internationale Gemeinde. Mit thailändischer Kultur hat es da nichts zu tun, aber es ist wunderbar gemütlich - überall nette Cafés und Bars mit live Musik. Dort haben wir auch ein kleines Experiment angefangen, eine vegane Woche, was sich möglicherweise in einen permanenten life style entwickeln könnte.
Von Pai aus sind wir mit Rollern 120 km und über 700 Kurven nach Mae Hong Son gefahren. Eine Syadt nahe der Grenze zu Myanmar, die nicht sehr touristisch ist. Die Fahrt war unglaublich schön und die Wanderung, die wir da unternommen haben war den Besuch auf jeden Fall wert. Unser Guide kannte so ziemlich jede Pflanze und jedes Kraut im Jungle, hat uns Früchte gepflückt und vor Spinnen bewahrt. Es war super.
Wegen der Roller sind wir für eine Nacht zurück nach Pai, haben dann eine Nacht in Chiang Mai bei Carol verbracht, von wo aus wir nach Sukhothai gefahren sind, die Hautstadt des ersten thailändischen Königreiches. Gestern haben wir uns die atemberaubenden Tempellandschaften angeschaut, bevor wir dann in den Nachtbus nach Bangkok gestiegen sind.
Und hier bin ich jetzt. Sitze in einem Eckchen des Flughafens und kann nicht glauben, was ich in diesem wunderschönen Land alles erleben durfte.
In dem Land, in dem Leute, die gerade mit dem Roller nach Hause fahren direkt ins Auto springen und einen zur Bushaltestelle fahren, wenn man sie nach dem Weg fragt.
In dem Land, in dem Busfahrer einen hinterherhupen und wieder hinein winken, wenn man zu früh aussteigt.
In dem Land, in dem ein Lächeln den Menschen so leicht auf den Lippen liegt.
In dem Land, in dem ich mich direkt wohl gefühlt habe.
Danke für alles Thailand. Ich werde dich vermissen, bis ich wiederkomme.
Die letzten elf Tage habe ich mit Johanna im Norden verbracht. Wie sind von Chiang Mai auf ins Hippie Dorf Pai gefahren, wo wir uns Wasserfälle, Canyons und heiße Quellen angeschaut haben, barfuß im Jungle gewandert sind und vor allen Dingen aber viel entspannt haben. Pai ist wie eine kleine, internationale Gemeinde. Mit thailändischer Kultur hat es da nichts zu tun, aber es ist wunderbar gemütlich - überall nette Cafés und Bars mit live Musik. Dort haben wir auch ein kleines Experiment angefangen, eine vegane Woche, was sich möglicherweise in einen permanenten life style entwickeln könnte.
Von Pai aus sind wir mit Rollern 120 km und über 700 Kurven nach Mae Hong Son gefahren. Eine Syadt nahe der Grenze zu Myanmar, die nicht sehr touristisch ist. Die Fahrt war unglaublich schön und die Wanderung, die wir da unternommen haben war den Besuch auf jeden Fall wert. Unser Guide kannte so ziemlich jede Pflanze und jedes Kraut im Jungle, hat uns Früchte gepflückt und vor Spinnen bewahrt. Es war super.
Wegen der Roller sind wir für eine Nacht zurück nach Pai, haben dann eine Nacht in Chiang Mai bei Carol verbracht, von wo aus wir nach Sukhothai gefahren sind, die Hautstadt des ersten thailändischen Königreiches. Gestern haben wir uns die atemberaubenden Tempellandschaften angeschaut, bevor wir dann in den Nachtbus nach Bangkok gestiegen sind.
Und hier bin ich jetzt. Sitze in einem Eckchen des Flughafens und kann nicht glauben, was ich in diesem wunderschönen Land alles erleben durfte.
In dem Land, in dem Leute, die gerade mit dem Roller nach Hause fahren direkt ins Auto springen und einen zur Bushaltestelle fahren, wenn man sie nach dem Weg fragt.
In dem Land, in dem Busfahrer einen hinterherhupen und wieder hinein winken, wenn man zu früh aussteigt.
In dem Land, in dem ein Lächeln den Menschen so leicht auf den Lippen liegt.
In dem Land, in dem ich mich direkt wohl gefühlt habe.
Danke für alles Thailand. Ich werde dich vermissen, bis ich wiederkomme.
Freitag, 16. Oktober 2015
Chiang Mai
Hallöchen ihr Lieben,
Sorry, dass ich mich jetzt erst melde, aber die Zeit vergeht hier wie ein Wimpernschlag.
Also, meine letzten zwei Wochen habe ich in Chiang Mai bei meinem zweiten workaway verbracht. Ich habe dort bei einer amerikanischen Rentnerin gelebt - im kompletten Luxus. Ich hatte mal wieder ein richtiges Bett, eine Küche zur Verfügung und einen Hygiene Standard, den ich schon länger nicht mehr genießen durfte. Carol hatte alle importierten Güter, die ich mir nur erträumen konnte. Meine harte, harte "Arbeit" bestand daraus für sie zu kochen ( pancakes, brownies, pasta ...) und mich um den "Hund" zu kümmern ( kaum als Hund zu identifizieren ;) ). Zuletzt wurde diese Abeit sogar durch die Ankunft anderer Freiwilliger durch vier geteilt. Nach der anstregenden letzten Woche war es der Himmel.
Die ersten drei Tage habe ich meine Energiereserven durch viel lesen, essen und ausruhen aufgefüllt. Dann ging es ans entdecken. Einen Thai Kochkurs habe ich gemacht ( die Thai Küche steht bei mir jetzt auf Platz 1 - noch vor Italien und Amerika ;) ), habe mit dem Roller Berge erklommen, um mir Tempel anzuschauen, bin im Canyon von Klippen gesprungen, bin durch Riesen Märkte geschlendert und habe Rundwege in Angriff genommen. Das alles immer mit den anderen Mädels und gegen Ende dann auch mit Johanna, mit der ich ja jetzt drei Wochen rumreise. Es war sehr spannend, wunderschön und total abwechslungsreich.
Carol meine Gastgeberin ist sehr herzlich, klug und lustig. Es war Entspannung, Spaß und Abenteue. Und Essenshimmel.
Johanna und ich träumen schon seit unserer Abreise aus den USA davon, wieder bei Cold Stone ( das beste Eis der Welt ) zu essen. Der Traum ging in Chiang Mai in Erfüllung. Tausend Zufälle haben dazu geführt, dass wir in einem Einkaufszentrum darüber gestolpert sind. Es wurde gelacht, geweint, geschrien und vor allen Dingen: gegessen.
Ein Träumchen .
Vorgestern ging es dann für uns beide weiter in den Norden zu einem Hippie Dorf in den Bergen. Wuuuuunderschöne Landschaften hier oben.
Ich kann nicht glauben, was ich alles erleben darf. Ich bin so unglaublich glücklich. Das Leben ist ein Abenteuer.
Sorry, dass ich mich jetzt erst melde, aber die Zeit vergeht hier wie ein Wimpernschlag.
Also, meine letzten zwei Wochen habe ich in Chiang Mai bei meinem zweiten workaway verbracht. Ich habe dort bei einer amerikanischen Rentnerin gelebt - im kompletten Luxus. Ich hatte mal wieder ein richtiges Bett, eine Küche zur Verfügung und einen Hygiene Standard, den ich schon länger nicht mehr genießen durfte. Carol hatte alle importierten Güter, die ich mir nur erträumen konnte. Meine harte, harte "Arbeit" bestand daraus für sie zu kochen ( pancakes, brownies, pasta ...) und mich um den "Hund" zu kümmern ( kaum als Hund zu identifizieren ;) ). Zuletzt wurde diese Abeit sogar durch die Ankunft anderer Freiwilliger durch vier geteilt. Nach der anstregenden letzten Woche war es der Himmel.
Die ersten drei Tage habe ich meine Energiereserven durch viel lesen, essen und ausruhen aufgefüllt. Dann ging es ans entdecken. Einen Thai Kochkurs habe ich gemacht ( die Thai Küche steht bei mir jetzt auf Platz 1 - noch vor Italien und Amerika ;) ), habe mit dem Roller Berge erklommen, um mir Tempel anzuschauen, bin im Canyon von Klippen gesprungen, bin durch Riesen Märkte geschlendert und habe Rundwege in Angriff genommen. Das alles immer mit den anderen Mädels und gegen Ende dann auch mit Johanna, mit der ich ja jetzt drei Wochen rumreise. Es war sehr spannend, wunderschön und total abwechslungsreich.
Carol meine Gastgeberin ist sehr herzlich, klug und lustig. Es war Entspannung, Spaß und Abenteue. Und Essenshimmel.
Johanna und ich träumen schon seit unserer Abreise aus den USA davon, wieder bei Cold Stone ( das beste Eis der Welt ) zu essen. Der Traum ging in Chiang Mai in Erfüllung. Tausend Zufälle haben dazu geführt, dass wir in einem Einkaufszentrum darüber gestolpert sind. Es wurde gelacht, geweint, geschrien und vor allen Dingen: gegessen.
Ein Träumchen .
Vorgestern ging es dann für uns beide weiter in den Norden zu einem Hippie Dorf in den Bergen. Wuuuuunderschöne Landschaften hier oben.
Ich kann nicht glauben, was ich alles erleben darf. Ich bin so unglaublich glücklich. Das Leben ist ein Abenteuer.
Mittwoch, 30. September 2015
Golf Küsten Abenteuer
Letzte Woche Freitag habe ich das wunderschöne Koh Lanta verlassen, um die sechs Tage vor meinem Flug in den Norden an der Golf Küste zu verbringen. Das war eher ein spontan Trip, geplant nachdem mich ein Mädchen, das ich in Bangkok getroffen habe angeschrieben und gefragt hat, ob ich denn zur berühmt berüchtigten Full Moon Party kommen würde... und ich dachte mir: wieso eigentlich nicht?
Die Full Moon Party findet einmal monatlich, eben immer zur Vollmondnacht, auf der Koh Phangan statt. Also hin. Diese Insel hat circa 8000 Einwohner und normalerweise auch nicht allzu viele Touristen, aber einmal im Monat wird sie von ungefähr 30000 Partywütigen heimgesucht.
Mein Hostel war ziemlich cool und es hat sich direkt ein Grüppchen gefunden mit der wir, fast immer in derselben Formierung, abends feiern und tagsüber mit rollern die Insel erkunden waren. Ich hatte kaum Erwartungen an die Insel, da ich eben immer nur von der Party gehört habe, und war deswegen ziemlich überwältigt von der Schönheit! Atemberaubende Strände und exotische Junglelandschaften ziehen sich da um, bzw über, die ganze Insel.
Vor der Full Moon Party gab es noch die Jungle Party, die total schön situiert war und wie aus einer anderen Welt aussah.
Die Full Moon Party selber hat mich genauso überrascht, wie die Insel. Ich hatte vorher gehört, dass es gefährlich werden kann und da alles mögliche schief läuft, aber ich habe es als total friedlich und einfach nur toll wahrgenommen! Wir haben bis in den Sonnenaufgang am Strand getanzt, die wunderschöne Szenerie bestaunt und weitergetanzt, bis der DJ um 7:30 Uhr das letzte Lied gespielt hat.
Fantastisch.
Der nächste Tag wurde natürlich halb tot am Strand und im Bett verbracht, aber Dienstag bin ich dann weiter nach Koh Tao gezogen. Das ist die kleinste der drei Golf Küsten Inseln und berühmt fürs Tauchen und Schnorcheln.
Das wollte ich natürlich nicht verpassen und habe mich direkt für einen Tauchgang am nächsten Tag eingeschrieben.
Für diese Erfahrung finde ich echt kaum Worte.. wir wurden im Pool eingewiesen, haben das atmen unterwasser geübt, was entgegen jeder Intuition ist, und sind dann rausgefahren..
Wir haben uns an einem Seil entlang in die Unterwasserwelt gewagt und haben vor lauter Reizüberflutung wahrscheinlich nur ein Zehntel wahrgenommen von dem, was da unten alles so vor sich geht... es war eine unglaubliche Erfahrung! Es hat so viek Spaß gemacht, dass ich direkt einen zweiten Tauchgang mitgemacht habe - das hat Suchtpotenziel ;)
Heute musste ich mich dann schon von der Insel verabschieden und sitze jetzt im Flughafen und warte auf meinen Flug in den Norden Thailands - ich kann es kaum erwarten!
Die Full Moon Party findet einmal monatlich, eben immer zur Vollmondnacht, auf der Koh Phangan statt. Also hin. Diese Insel hat circa 8000 Einwohner und normalerweise auch nicht allzu viele Touristen, aber einmal im Monat wird sie von ungefähr 30000 Partywütigen heimgesucht.
Mein Hostel war ziemlich cool und es hat sich direkt ein Grüppchen gefunden mit der wir, fast immer in derselben Formierung, abends feiern und tagsüber mit rollern die Insel erkunden waren. Ich hatte kaum Erwartungen an die Insel, da ich eben immer nur von der Party gehört habe, und war deswegen ziemlich überwältigt von der Schönheit! Atemberaubende Strände und exotische Junglelandschaften ziehen sich da um, bzw über, die ganze Insel.
Vor der Full Moon Party gab es noch die Jungle Party, die total schön situiert war und wie aus einer anderen Welt aussah.
Die Full Moon Party selber hat mich genauso überrascht, wie die Insel. Ich hatte vorher gehört, dass es gefährlich werden kann und da alles mögliche schief läuft, aber ich habe es als total friedlich und einfach nur toll wahrgenommen! Wir haben bis in den Sonnenaufgang am Strand getanzt, die wunderschöne Szenerie bestaunt und weitergetanzt, bis der DJ um 7:30 Uhr das letzte Lied gespielt hat.
Fantastisch.
Der nächste Tag wurde natürlich halb tot am Strand und im Bett verbracht, aber Dienstag bin ich dann weiter nach Koh Tao gezogen. Das ist die kleinste der drei Golf Küsten Inseln und berühmt fürs Tauchen und Schnorcheln.
Das wollte ich natürlich nicht verpassen und habe mich direkt für einen Tauchgang am nächsten Tag eingeschrieben.
Für diese Erfahrung finde ich echt kaum Worte.. wir wurden im Pool eingewiesen, haben das atmen unterwasser geübt, was entgegen jeder Intuition ist, und sind dann rausgefahren..
Wir haben uns an einem Seil entlang in die Unterwasserwelt gewagt und haben vor lauter Reizüberflutung wahrscheinlich nur ein Zehntel wahrgenommen von dem, was da unten alles so vor sich geht... es war eine unglaubliche Erfahrung! Es hat so viek Spaß gemacht, dass ich direkt einen zweiten Tauchgang mitgemacht habe - das hat Suchtpotenziel ;)
Heute musste ich mich dann schon von der Insel verabschieden und sitze jetzt im Flughafen und warte auf meinen Flug in den Norden Thailands - ich kann es kaum erwarten!
Aus irgendeinen Grund kann ich gerade nicht die Fotos hochladen, die mir geschickt wurden, weshalb jetzt hier keine von der Full Moon Party dabei sind ( ich habe mein Handy aus Sicherheitsgründen nicht mitgenommen )
Abonnieren
Posts (Atom)





















