Etwas verspätet kommt jetzt mein Eintrag über meine Zeit in Vietnam:
Nach rund 30 Stunden in Flughäfen und Flugzeugen habe ich es endlich nach Da Nang in Vietnam geschafft und bin direkt in das Fischerdorf Hoi An gefahen,um mich dort vom Myanmar Stress zu erholen. Und genau das habe ich die nächsten fünf Tage getan. Im besten Hostel, in dem ich bis jetzt war - süße Bambushütten zwei Minuten vom Strand mit leckerem Essen und tollen Leuten. Die Sonnentage wurden komplett am Strand verbracht. Mit einem Buch auf einer Sonnenliege zu entspannen und das Essen dorthin gebracht bekommen muss dem Paradies schon sehr nahe kommen.
An einem weniger sonnigen Tag habe ich die süße Innenstadt und die Postkarten tauglichen Reisfelder in der Gegend mit dem Fahrrad erkundet. Die Aussichten waren genau das, was ich mir unter "Vietnam" immer vorgestellt habe.
Mit den Leuten aus dem Hostel war jeder Abend einzigartig und lustig. Es war eine tolle Zeit dort.
Wehmütig habe ich mich dann nach fünf Tagen losgerissen und habe es nach 26 auf die Cat Ba Insel im Norden Vietnams geschafft. Eine 14 stündige Busfahrt, zwei Stunden warten, vier Stunden Bus, eine Stunde warten, fünf Stunden Boot. Die Bootsfahrt hätte auch nur eine halbe Stunde dauern können, doch ich habe vor Ort erfahren, dass es keine Fähre zu der Insel gibt, weswegen ich mich auf ein Tourboot einkaufen musste und dort fünf Stunden auf dem Sonnendeck gechillt habe, während die Leute Sachen besichtigt haben - es geht schlimmer ;)
Cat Ba ist eine wunderschöne Insel im berühmten Halong Bay. Strände findet man dort neben Bergen. Auch hier wurde meine Zeit mal wieder von tollen Leuten einzigartig gemacht. Der Besitzer meines Hostels war zum Beispiel super lustig und hat mich, auf meine Frage hin, wo ich den Kopfhörer kaufen könnte, fast eine Stunde auf seinem Motorrad um die Insel gefahren - super lustig. Am tollsten war es jedoch, als mich die freiwilligen Kellner meines Lieblingsrestaurant gefragt haben, ob ich gerne etwas an ihrem letzten Tag auf der Insel mit ihnen unternehmen würde. Also sind die beiden ( Italiener ), der Besitzer des Restaurants ( Vietnamese ), mehrere Gäste des Restaurants ( Franzosen, Spanier und Deutsche ) und ich uns aufgemacht, haben uns ein Boot ausgeliehen und uns auf den Weg gemacht zu einer mini Insel, auf der der Besitzer jahrelang als Mönch gelebt hat. Dort habe ich den schönsten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen. An dem Abend hat der Besitzer uns auch noch zu einem traditionellen vietnamesichen Essen eingeladen ( große Schlüsseln mit allem möglichen an Essen sind auf dem Tisch, man hat ein kleines Schüsselchen mit Reis in der Hand und schaufelt dort immer kleine Portionen von dem Essen mit seinen Stäbchen rein )' inspirierende Leute.
Nach entspannenden und spannenden drei Tagen dort, ging es weiter. Über Nacht in die Bergstadt Sapa. Dort habe ich sofort eine der Frauen, die homestays in den umliegenden Dörfern anbietet, aufgesucht. Diese Dorfvölker haben ihre eigene Sprache, Kultur und Sitten. Ich bin mit drei anderen Reisenden und ihr zu ihrem Dorf gewandert - durch wunderschöne Natur. Nach sechs Stunden waren wir angekommen. Ich bin zwei Tage in dem Dorf geblieben. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie die Menschen dort leben, die sozialen Strukturen zu erfassen, und die Natur zu erkunden. Das Komfort Level war niedrig - drei schwitzige Tage ohne Dusche - aber die Leute waren unglaublich nett und diese Erfahrung erweckt sehr viel Demut und öffnet die Augen für andere Lebensformen. Sehr interessant.
Zurück in Sapa habe ich mich direkt in einen Bus nach Hanoi gesetzt und bin in den Tumult dieser Hauptstadt eingetaucht. Zwei Tage durch verrücktesten Verkehr laufen, sich in Cafes und Buchladen verdrücken und vergnügt alle Touriprogramme über Bord werfen und sich einfach mal ins Kino setzen. Es hat Spaß gemacht.
Vietnam ist ein wunderschönes Land. Allerdings hat such meine Zeit dort sehr viel mehr nach Urkaub aks nach Reisen angefühlt. Nach den intensiven Tagen in Myanmar war ich von den durch Touris platt getretenen Pfaden überrascht und konnte mich nicht auf die gleiche Weise in die Kultur des Landes hinein schmeißen. Nichts desto trotz hatte ich eine super erlebnisreiche und wertvolle Zeit in Vietnam.
Es ist kein tschüß, sondern ein auf Wiedersehen, denn zwei Wochen sind für das Land definitiv nicht genug.








ach, das kling mal wieder richtig spannend! tolle fotos!
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