Hey ihr Lieben,
ich habe in Bangkok nicht mehr so die Zeit gehabt etwas zu schreiben, deswegen hole ich das jetzt nach :)
Am Freitag habe ich mit Agnes eine Tour nach Ayutthaya gemacht, die Hauptstadt des alten thailändischen Königreiches. Sehr viele sehr schöne Tempel und Ruinen! Wir waren dann erst nachmittags wieder zurück in Bangkok und haben uns erstmal ordentlich ausgeruht, bevor wir dann mit einer 10 Leuten in zwei Taxis gequetscht haben, um zu dem Skytower zu fahren, auf dem auch Hangover 2 gedreht wurde. Die Bar ist in einem sehr, sehr luxuriösem Hotel und wir sind da natürlich mit unserem Backpacker Aufzug etwas herausgestochen. Drei durften auch erst gar nicht hoch.. wir sind dann in Schichten gegangen und haben dann im Klo die Kleidung getauscht, damit die anderen auch hoch können ;) danach haben wir noch ordentlich das Nachtleben Bangkoks ausgetestet - eine wilde Nacht :p
Aufgrund dessen war am nächsten Tag auch nicht viel drin ;D wir haben uns entspannt, Kleinkram gemacht, bis wir abends mit allen möglichen Leuten nach Chinatown gefahren sind. Das Hostel war echt super zum Leute kennenlernen - in meiner gesamten Zeit in Bangkok habe ich nichts alleine gemacht!
Nach Chinatown war schon wieder Party angesagt..
Am nächsten Morgen bin ich mit ein paar Leuten zum Chatuchak Wochenend Markt. Ein Riiiiiiiiiiiiiieeeeessseeeen Markt, bei dem man alles bekommen kann - von gefakten Uhr, über Hundewelpen, bis zu Klamotten und Essen... über Hektar!
Nach dem Stress wurde erstmal wieder bis zum Abend ausgeruht, and dem wir - drei mal dürft ihr raten - Party gemacht haben. Da jeden Abend die Runde etwas anders war, wurde es nie langweilig!
Dann kam auch schon der letzte Tag für mich in Bangkok´. Ich bin mit ein paar Leuten zum Ghost Tower gefahren. Das ist ein sehr großer Wolkenkratzer, der fast fertig gebaut wurde, aber da wegen der Korruption das Geld immer wieder verschwand, wurde der Bau letztlich beendet. Da kann man jetzt illegale Touren machen und hoch bis in den 49ten Stock klettern... allerdings waren wir zum falschen Zeitpunkt da und die Touren wurden nicht gegeben. Den Rest des Tages habe ich ruhig verbracht. Abends habe ich mich dann von den Leuten verabschiedet - komisch, wie schnell man sich aneinander gewöhnt..
Darauf hin habe ich mir - so gegen 22 Uhr - gedacht, dass ich wahrscheinlich mal heraufinden sollte, wo ich heute eigentlich gehen muss. Mein Gastgeber hat mir geschrieben, dass ich einfach auf die Karte auf seiner Seite schauen sollte - allerding war da nun keine Karte. Also musste ich googlen und suchen und habe letztlich zumindest den Namen des Dorfes herausgefunden. Wo dieses Dorf aber ist, bzw. bis wo mich der Shuttle fahren würde, wusste ich allerdings nicht.. leicht mulmig war mir da schon!
Heute Morgen bin ich um 5 Uhr aufgestanden, habe um 6 den Shuttle zum Flughafen genommen, wo um 9 Uhr mein Flug ging.. den habe ich komplett durchgeschlafen, Aus dem Flughafen bin ich direkt in Bus Nummer 1 gestiegen. Nachdem wir den Bus wechseln mussten, weil der Fahrer falsch getankt hatte und die Maschine nicht mehr ansprang wurde ich zu einer Bushaltestelle gebracht, wo ich dann ein Ticket für einen Bus zu meiner Insel bekommen habe. Nach 1 1/2 Stunden kam der dann auch. Eigentlich dachte ich, die Fahrt würde nur circa 1 1/2 Stunden dauern.. hätte sie vielleicht auch, wenn der Fahrer nicht ständig irgendwo Pakete und Post abgeholt und weggebracht hatte ;D so herrlich undeutsch - ich konnte es nur genießen, auch wenn das eine Verdopplung der Fahrzeit bedeutet hat.
Ich hatte der Frau an der Bushaltestelle den Namen meines Dorfes genannt und die hat mir gesagt, wo ich aussteigen muss.. allerdings hatte ich immer noch keine Ahnung, wo jetzt meine Schule sein würde. Im Bus habe ich eine Frau kennengelernt, die mit ihrem Freund im gleichen Dorf bei einem Hostel ein workaway macht. Ich bin erstmal mit denen dahin gelaufen und habe dort gefragt, ob jemand die Global Village School kennt. Der Besitzer hat mir darauf hin gesagt, dass seine Tochter dort zur Schule geht und hat mich dort hingefahren - ich muss mir eigentlich nie wieder Sorgen machen, es klappt immer irgendwie alles.
Die Schule ist das größte und modernste Gebäude in dem Dorf, das aus einer Straße besteht. Hier sind gerade drei Freiwillige - eine Britin, eine Australierin, und ein Israeli. Die Britin wollte ursprünglich fünf Tage bleiben. Sie ist jetzt seit neun Monaten hier. Man bleibt hier einfach hängen, hat man mir gesagt.
Nachdem ich meine Sachen in das Zimmer gepackt habe, was ich mir mit Emily, der Australierin teile, sind wir zu einem Resort Pool gefahren, der von den Eltern eines der Kindern betrieben wird, weswegen wir umsonst in den luxuriösen Pools baden dürfen, was wir dann auch bis zu Anbruch der Dunkelheit gemacht haben. Dann sind wir zu einem Restaurant gefahren. Ich sitze hinter einer Britin auf einem Motorrad, düse an Palmen, Jungeln, und Resorts vorbei und frage mich "Kann es eigentlich noch besser werden?". Kann es: mit unglaublichen Schokoladen Shakes und Veggie Burgern.
Die Leute sind toll, ich habe mich im Raum eingerichtet und fühle mich wohl - der nächste Monat kann kommen.