Mittwoch, 30. September 2015

Golf Küsten Abenteuer

Letzte Woche Freitag habe ich das wunderschöne Koh Lanta verlassen, um die sechs Tage vor meinem Flug in den Norden an der Golf Küste zu verbringen. Das war eher ein spontan Trip, geplant nachdem mich ein Mädchen, das ich in Bangkok getroffen habe angeschrieben und gefragt hat, ob ich denn zur berühmt berüchtigten Full Moon Party kommen würde... und ich dachte mir: wieso eigentlich nicht?
Die Full Moon Party findet einmal monatlich, eben immer zur Vollmondnacht, auf der Koh Phangan statt. Also hin. Diese Insel hat circa 8000 Einwohner und normalerweise auch nicht allzu viele Touristen, aber einmal im Monat wird sie von ungefähr 30000 Partywütigen heimgesucht.
Mein Hostel war ziemlich cool und es hat sich direkt ein Grüppchen gefunden mit der wir, fast immer in derselben Formierung, abends feiern und tagsüber mit rollern die Insel erkunden waren. Ich hatte kaum Erwartungen an die Insel, da ich eben immer nur von der Party gehört habe, und war deswegen ziemlich überwältigt von der Schönheit! Atemberaubende Strände und exotische Junglelandschaften ziehen sich da um, bzw über, die ganze Insel.
Vor der Full Moon Party gab es noch die Jungle Party, die total schön situiert war und wie aus einer anderen Welt aussah.
Die Full Moon Party selber hat mich genauso überrascht, wie die Insel. Ich hatte vorher gehört, dass es gefährlich werden kann und da alles mögliche schief läuft, aber ich habe es als total friedlich und einfach nur toll wahrgenommen! Wir haben bis in den Sonnenaufgang am Strand getanzt, die wunderschöne Szenerie bestaunt und weitergetanzt, bis der DJ um 7:30 Uhr das letzte Lied gespielt hat.
Fantastisch.
Der nächste Tag wurde natürlich halb tot am Strand und im Bett verbracht, aber Dienstag bin ich dann weiter nach Koh Tao gezogen. Das ist die kleinste der  drei Golf Küsten Inseln und berühmt fürs Tauchen und Schnorcheln.
Das wollte ich natürlich nicht verpassen und habe mich direkt für einen Tauchgang am nächsten Tag eingeschrieben.
Für diese Erfahrung finde ich echt kaum Worte.. wir wurden im Pool eingewiesen, haben das atmen unterwasser geübt, was entgegen jeder Intuition ist, und sind dann rausgefahren..
Wir haben uns an einem Seil entlang in die Unterwasserwelt gewagt und haben vor lauter Reizüberflutung wahrscheinlich nur ein Zehntel wahrgenommen von dem, was da unten alles so vor sich geht... es war eine unglaubliche Erfahrung! Es hat so viek Spaß gemacht, dass ich direkt einen zweiten Tauchgang mitgemacht habe - das hat Suchtpotenziel ;)
Heute musste ich mich dann schon von der Insel verabschieden und sitze jetzt im Flughafen und warte auf meinen Flug in den Norden Thailands - ich kann es kaum erwarten!





Aus irgendeinen Grund kann ich gerade nicht die Fotos hochladen, die mir geschickt wurden, weshalb jetzt hier keine von der Full Moon Party dabei sind ( ich habe mein Handy aus Sicherheitsgründen nicht mitgenommen )

Dienstag, 22. September 2015

Karte

Hey,
ich habe versucht, diese Karte irgendwie in den Blog einzubauen, aber bin gescheitert. Ich poste deswegen einfach mal den Link:
https://www.google.com/maps/d/edit?mid=z4aPI9tUJ01s.kdVGiyBj22yw&usp=sharing
Auf dieser Karte werde ich ab jetzt immer festhalten, wo ich gerade bin. Das sieht im Moment noch nicht nach viel aus, aber so könnt ihr meine Route visuell nachvollziehen :)
Fühlt euch alle gedrückt!

Meine Zeit auf Koh Lanta...

...ist in zwei Tagen vorüber. Diesen Freitag werde ich nach fast vier Wochen hier weiter ziehen.
Es war eine wunderbare Zeit und es macht es mir sehr schwer mich von der Insel und den Menschen zu verabschieden.
Ich habe mich an den unglaublich entspannten Lebensstil hier gewöhnt. Am Anfang war ich noch unruhig, habe darauf gewartet, dass etwas passiert und mich umwirft, aber das hat sich schnell geändert. Man plätschert hier angenehm durch den Alltag. Jeden Vormittag etwas arbeiten, wunderbares Essen von June, der Schulköchin, genießen, dann einen Spaziergang am Strand, oder baden gehen, um fünf Uhr mit allen zusammen Badminton spielen - meist bis man den Federball nicht mehr sehen kann, wegen der einbrechenden Dunkelheit. Danach geht es zum Abendessen in eins der unglaublich preiswerten Restaurant mit köstlichen Essen. Das Leben hier ist hart.
Langsam aber sicher habe ich mich in das Land verliebt. In die unglaublich schöne Landschaft, in das Lächeln, das den Leuten hier so natürlich auf den Lippen liegt, in das Essen natürlich - die ganze Ananas, die ich auf dem Markt frisch geschnitten für 50 Cent bekomme, usw.
Koh Lanta ist eine Insel mit einem ganz eigenem Charme- es gibt hier im Vergleich zu anderen Teilen Thailands kaum Touristen, was durch die Nebensaison noch verstärkt wird. Es ist also absolute Ruhe. Es gibt eine Hauptstraße, die einmal um die Insel führt und an der sich alle Lokale und Shops reihen. Unglaublich viele Strände, einer davon drei Minuten zu Fuß von "meiner" Haustür entfernt.. Diese Insel hält fest. Ich habe mit so vielen Leuten geredet, die eigentlich nur ein paar Tage hier bleiben wollten, und mittlerweile schon Monate, oder sogar Jahre, hier gelebt haben. Das Leben ist einfach wunderbar leicht, wenn die schwerste Entscheidung des Tages ist, wo man denn heute Abend gerne essen würde.
An den Wochenenden sind wir immer etwas die Insel erkunden gegangen: In die Altstadt, den Nationalpark, an "geheime" Strände, usw. Dank Lyndsey, die mit allen Eltern der Schüler befreundet ist, dürfen wir auch gerne in deren Resorts ein uns ausgehen und die Pools mit Aussicht aufs Meer benutzen. Traumhaft.
Koh Lanta wird mir auf jeden Fall fehlen. Hier sind ein paar "Dinge", die ich mit auf meine Reise nehme:
- Die Fähigkeit auf Thai bis 10 zählen zu können, weil wir Badminton immer auf Thai gespielt haben.
- Meine Flip Flop Bräunungslinien, die von meinem Leben außerhalb geschlossener Schuhe zeugen.
- Mein Lieblingscurry ( Massaman Curry ) im Vorbeigehen am Geruch identifizieren zu können.
- Meine Liebe zum Fahren von Mopeds in der Sonne.
- Den Instinkt, immer alles zu teilen.

Das sind ein paar Dinge, die mir mein Leben hier mitgibt.
Ich freue mich wirklich auf die nächsten Orte, die ich erleben werde, aber Koh Lanta hat sich auf jeden Fall in meinem Herzen eingenistet.

Freitag geht es für sechs Tage an die Golküste, bevor ich nach Chiang Mai zu meinem nächsten Workaway Projekt fliege. Samstag bin ich genau einen Monat unterwegs - es war ein toller Monat!

Off to explore.
                         Endlich habe ich Mofa fahren gelernt - ich will es hier nicht mehr missen.
                                               Wunderschöner National Park im Süden.
                                                   Unterwegs mit den Freiwilligen.
                                            Eines der Resorts von Eltern der Schulkinder.
                                                Ganze, frische Ananas, für 50 Cent!!
                                                      Thailändische Märtke sind der Hammer.

Dienstag, 8. September 2015

Koh Lanta, oder mein Leben in Flip Flops

Hey Leute,
ich bin jetzt schon eine Woche auf Koh Lanta und dachte ich erzähle euch mal ein bisschen was vom Leben hier.
Ich arbeite und lebe hier in der Global Village School, die nächste Woche eröffnet. Ein riesiges Lagerhaus Gebäude, in das Klassenräume und Schlafzimmer für die Arbeiter/ Besitzer eingebaut wurden. Mein Zimmer teile ich mir gerade mit einem britischen Pärchen und einer Australierin - alle super nett. Außer denen sind hier gerade noch zwei andere Briten und ein Israeli.
Morgens geht es so um neun Uhr los. Viele Aufgaben, die ich bekomme haben mit streichen zu tun - ich habe den Kindern ein Rennbahn auf den Boden gemalt, bin gerade dabei das Badmintonfeld aufzumalen, usw. Das hört sich jetzt leicht an, ist bei der Hitze und Luftfeuchtigkeit aber ziemlich anstrengend ;)
Mittags gehe ich nach der Arbeit meist an den Strand und ruhe mich etwas aus ( das Leben ist ja so hart ). So gegen fünf Uhr abends treffen sich dann alle von uns und noch ein paar Leute von der Sprachschule in der Nähe, um Badminton zu spielen. Danach geht es zum Abendessen. Mittags essen wir mit den Kindern, was die Köchin gekocht hat ( immer super lecker ), Abends bekommen wir umgerechnet 2,50 Euro, um uns selbst zu verpflegen. Das klingt jetzt nach einem Witz, aber dafür kann man sich hier definitiv satt essen! Gestern zum Beispiel habe ich ein Nudelgericht für glatt 1,50 gegessen, meinen Veggie Burger mit Pommes bekomme ich für 2,50, oder alle Arten von thailändischen Curries.. das thailändische Essen ist unglaublich lecker. So gut hat es mir glaube ich in noch keinem anderen Land geschmeckt, und das soll ja was heißen! An die Schärfe muss ich mich definitv noch gewöhnen, aber ansonsten ist es himmlich!
Nach dem Abendessen ist das verschieden. Manchmal geht es direkt ins Bett, weil wir so fertig sind, manchmal machen wir ein Quiz in einer Bar mit, oder gehen zum Karaoke, und manchmal schauen wir einen Film oder spielen Karten.
Es ist ein sehr friedliches Leben in der Nebensaison auf dieser entspannten Insel!
Apropos Nebensaison - die furchteinflößende "Regensaison" bedeutet nur, dass es höchstens einmal am Tag circa 15 Minuten regnet. Drama pur..
Letztes Wochenende sind wir Samstags in die Altstadt der Insel gefahren - die Fahrt war wunderschön. Die Insel hat definitiv was zu bieten und ich muss auf jeden Fall noch mehr erkunden.

Noch eine Sache: Auf Reisen ist man ja immer eine etwas andere Person, aber was ich wirklich nicht erwartet habe, ist meine Liebe zum Motorrad fahren hier auf der Insel. Es ist so unglaublich entspannend hinten auf dem Ding zu sitzen, mit dem Wind in den Haaren und die palmenbewachsenen Straßenränder zu beobachten. Ich lasse mir das fahren bald beibringen und leih mir so ein Ding dann auch mal aus ( pro Tag 3 Euro ;) ), um die Insel zu erkunden.
Natürlich vorsichtig.

Ich drücke euch alle,
Theresa




Dienstag, 1. September 2015

Fotos :-)







Bangkok Rest und Aufbruch in den Süden

Hey ihr Lieben,
ich habe in Bangkok nicht mehr so die Zeit gehabt etwas zu schreiben, deswegen hole ich das jetzt nach :)
Am Freitag habe ich mit Agnes eine Tour nach Ayutthaya gemacht, die Hauptstadt des alten thailändischen Königreiches. Sehr viele sehr schöne Tempel und Ruinen! Wir waren dann erst nachmittags wieder zurück in Bangkok und haben uns erstmal ordentlich ausgeruht, bevor wir dann mit einer 10 Leuten in zwei Taxis gequetscht haben, um zu dem Skytower zu fahren, auf dem auch Hangover 2 gedreht wurde. Die Bar ist in einem sehr, sehr luxuriösem Hotel und wir sind da natürlich mit unserem Backpacker Aufzug etwas herausgestochen. Drei durften auch erst gar nicht hoch.. wir sind dann in Schichten gegangen und haben dann im Klo die Kleidung getauscht, damit die anderen auch hoch können ;) danach haben wir noch ordentlich das Nachtleben Bangkoks ausgetestet - eine wilde Nacht :p
Aufgrund dessen war am nächsten Tag auch nicht viel drin ;D wir haben uns entspannt, Kleinkram gemacht, bis wir abends mit allen möglichen Leuten nach Chinatown gefahren sind. Das Hostel war echt super zum Leute kennenlernen - in meiner gesamten Zeit in Bangkok habe ich nichts alleine gemacht!
Nach Chinatown war schon wieder Party angesagt..
Am nächsten Morgen bin ich mit ein paar Leuten zum Chatuchak Wochenend Markt. Ein Riiiiiiiiiiiiiieeeeessseeeen Markt, bei dem man alles bekommen kann - von gefakten Uhr, über Hundewelpen, bis zu Klamotten und Essen... über Hektar!
Nach dem Stress wurde erstmal wieder bis zum Abend ausgeruht, and dem wir - drei mal dürft ihr raten - Party gemacht haben. Da jeden Abend die Runde etwas anders war, wurde es nie langweilig!

Dann kam auch schon der letzte Tag für mich in Bangkok´. Ich bin mit ein paar Leuten zum Ghost Tower gefahren. Das ist ein sehr großer Wolkenkratzer, der fast fertig gebaut wurde, aber da wegen der Korruption das Geld immer wieder verschwand, wurde der Bau letztlich beendet. Da kann man jetzt illegale Touren machen und hoch bis in den 49ten Stock klettern... allerdings waren wir zum falschen Zeitpunkt da und die Touren wurden nicht gegeben. Den Rest des Tages habe ich ruhig verbracht. Abends habe ich mich dann von den Leuten verabschiedet - komisch, wie schnell man sich aneinander gewöhnt..
Darauf hin habe ich mir - so gegen 22 Uhr - gedacht, dass ich wahrscheinlich mal heraufinden sollte, wo ich heute eigentlich gehen muss. Mein Gastgeber hat mir geschrieben, dass ich einfach auf die Karte auf seiner Seite schauen sollte - allerding war da nun keine Karte. Also musste ich googlen und suchen und habe letztlich zumindest den Namen des Dorfes herausgefunden. Wo dieses Dorf aber ist, bzw. bis wo mich der Shuttle fahren würde, wusste ich allerdings nicht.. leicht mulmig war mir da schon!
Heute Morgen bin ich um 5 Uhr aufgestanden, habe um 6 den Shuttle zum Flughafen genommen, wo um 9 Uhr mein Flug ging.. den habe ich komplett durchgeschlafen, Aus dem Flughafen bin ich direkt in Bus Nummer 1 gestiegen. Nachdem wir den Bus wechseln mussten, weil der Fahrer falsch getankt hatte und die Maschine nicht mehr ansprang wurde ich zu einer Bushaltestelle gebracht, wo ich dann ein Ticket für einen Bus zu meiner Insel bekommen habe. Nach 1 1/2 Stunden kam der dann auch. Eigentlich dachte ich, die Fahrt würde nur circa 1 1/2 Stunden dauern.. hätte sie vielleicht auch, wenn der Fahrer nicht ständig irgendwo Pakete und Post abgeholt und weggebracht hatte ;D so herrlich undeutsch - ich konnte es nur genießen, auch wenn das eine Verdopplung der Fahrzeit bedeutet hat.
Ich hatte der Frau an der Bushaltestelle den Namen meines Dorfes genannt und die hat mir gesagt, wo ich aussteigen muss.. allerdings hatte ich immer noch keine Ahnung, wo jetzt meine Schule sein würde. Im Bus habe ich eine Frau kennengelernt, die mit ihrem Freund im gleichen Dorf bei einem Hostel ein workaway macht. Ich bin erstmal mit denen dahin gelaufen und habe dort gefragt, ob jemand die Global Village School kennt. Der Besitzer hat mir darauf hin gesagt, dass seine Tochter dort zur Schule geht und hat mich dort hingefahren - ich muss mir eigentlich nie wieder Sorgen machen, es klappt immer irgendwie alles.
Die Schule ist das größte und modernste Gebäude in dem Dorf, das aus einer Straße besteht. Hier sind gerade drei Freiwillige - eine Britin, eine Australierin, und ein Israeli. Die Britin wollte ursprünglich fünf Tage bleiben. Sie ist jetzt seit neun Monaten hier. Man bleibt hier einfach hängen, hat man mir gesagt.
Nachdem ich meine Sachen in das Zimmer gepackt habe, was ich mir mit Emily, der Australierin teile, sind wir zu einem Resort Pool gefahren, der von den Eltern eines der Kindern betrieben wird, weswegen wir umsonst in den luxuriösen Pools baden dürfen, was wir dann auch bis zu Anbruch der Dunkelheit gemacht haben. Dann sind wir zu einem Restaurant gefahren. Ich sitze hinter einer Britin auf einem Motorrad, düse an Palmen, Jungeln, und Resorts vorbei und frage mich "Kann es eigentlich noch besser werden?". Kann es: mit unglaublichen Schokoladen Shakes und Veggie Burgern.
Die Leute sind toll, ich habe mich im Raum eingerichtet und fühle mich wohl - der nächste Monat kann kommen.